GERGEN, KEN & Mary


Mit seinem Buch ‚Das übersättigte Selbst’ leistete Ken Gergen in den frühen neunziger Jahren eine bannbrechende Innovation für die erkenntnistheoretische Position des „sozialen Konstruktionismus“: demnach gründet alles was wir für real halten, auch unsere eigene Identität, auf Prozessen des sozialen Austausches. Seine Frau Mary Gergen hat diese Theorien um die Betonung der Wichtigkeit von genderspezifischen Diskursen erweitert. Mitgründer des Taos Instituts, welches heuer „25 Jahre Zukunftsvisionen des Sozialkonstruktionismus“ feiert, widmet sich das Paar heute weltweit der relationalen Forschung und Theoriebildung. Im Moment ist ihr Steckenpferd die ‚evokative Ethnografie’ – ein Forschungsstil, der Menschen mit einer Mischung zwischen Kunst und Wissenschaft bezaubern möchte. 

Ken und Mary Gergen sind für die Entwicklung der von der ÖAS vermittelten Lehre von großer Bedeutung – beziehen sich doch die wichtigsten Ideen der Narrativen und kollaborativen Therapie auf diese epistemischen Grundlagen.




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