SCHMIDT, GUNTHER


Gunther Schmidt gilt als wichtigster Pionier der Entwicklung des „Hypnosystemischen Ansatzes“. Mit seinen Arbeiten beeinflusst er die inhaltliche Ausrichtung der ÖAS seit vielen Jahren. Der Schüler Milton Ericksons und Mitbegründer der „Heidelberger Schule“ hat ganz wesentlich zur Integration des hypnotherapeutischen Ansatzes in die Systemische Therapie beigetragen. Seine spezielle Art der Fokussierung auf innere Prozesse unserer Klient_innen stellt inzwischen eine wichtige Erweiterung unseres therapeutischen Handelns dar.  Die inhaltliche Leitung und Begleitung hypnosystemisch ausgerichteter psychosomatischer Kliniken einerseits sowie das Feld der Organisations- u. Teamentwicklung und des Einzelcoachings v. a von Führungskräften andererseits sind wichtige aktuelle Arbeitsschwerpunkte.


24.04.2019 / PRÄ-KONGRESS

Erfolgreiche „Lösungs-Symphonien“ im systemischen Raum (individuell und interaktionell):  Das Orchester aller Sinne hypnosystemisch Kontext-bezogen nutzen. 

Wenn Menschen Probleme erleiden, erleben sie sich meist als ohnmächtige Opfer von ungewünschten unwillkürlichen Prozessen, denen sie sich ohne eigenen Einfluss ausgeliefert fühlen. Ebenso „passieren unwillkürlich“ auch in Familien, Teams und anderen sozialen Systemen oft ungewünschte „Problem-Prozesse“ trotz anderer bewusster Absichten, wobei die Beteiligten meist nicht (bewusst) wissen, wie das zustande kam und wobei sie es oft so erleben, als ob sie es nicht vermeiden könnten. 
Mit hypnosystemischen Konzepten kann gezeigt werden, wie ein Problemerleben individuell und interaktionell durch unbewusst und ungewollt ablaufende psychophysiologische Netzwerke quasi selbsthypnotisch erzeugt wird. Mit systematischen hypnosystemischen Netzwerk-Modellen können dann viele Interventions-Chancen abgeleitet werden, z.B. wie man mit allen Sinnen solche Netzwerke gezielt verändern kann und hilfreiche Kompetenz-Netzwerke von Individuen mit ihrer Hilfe wirksam aktivieren kann. Ebenso können so die Interaktions- und Kommunikations-Prozesse in Beziehungssystemen zielgerichtet für Lösungs-Interaktionen aufgebaut werden. 
Im Workshop wird theoretisch und vor allem praktisch mit vielen selbst anwendbaren Interventionen gezeigt, wie man den ganzen Organismus (Embodiment) und mit allen Sinne so nutzen kann,  dass 
-„schlummernde“ unbewusste Kompetenzen wirksam reaktiviert werden können;
- Symptome und Problem-Prozesse als „Botschafter von Bedürfnissen“ übersetzt und
  genutzt werden können;
- dass sogar auch Auslösereize für Probleme und das Problemerleben selbst als hilfreiche
  "Erinnerungswecker" und "Auslösehelfer" so utilisiert werden können, dass sie geradezu
  wirksamer Bestandteil von stimmigen Lösungen und somit zu wertvollen Chancen gemacht
  werden können. 
- Weiter wird vermittelt, wie Kommunikations- und Organisationsprozesse in Systemen so
  als „Prozesse der Aufmerksamkeits-Fokussierung gestaltet werden können, dass sie zu
  optimalen Kooperationsprozessen beitragen  

Methodik: Theorie, Live-Demos, praktische Übungen, Rollenspiele

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